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Aus Buch: Motorradclubs in Deutschland, ISBN-Nr.: 3-89598-396-9

Die Geschichte des Motorradclubs "Schwäbischer Wald".

Es war um das Jahr 1967, zu der Zeit, als das Motorrad gerade begann, sich aus dem "Arme - Leute -Fahrzeug" von einem reinen Transportmittel zu einem Sportgerät für die Freizeit zu entwickeln.
Man setzte sich noch bei Eis und Kälte aufs Motorrad, belächelt von denen, die in Ihrem Goggo oder 500er Fiat umherratterten. Jeden Tag wurde ihr Auto geputzt und gewienert, damit die Nachbarn staunen sollten.

Aber es gab auch noch viele Menschen, junge und alte, die wußten trotzdem was sie am Motorrad hatten. Die besondere Technik eines Zweirades, der unmittelbare Kontakt mit der Natur, das besondere Gefühl des Kurvenfahrens, die Wendigkeit, das ließ sie nicht los.
Genau in diese Zeit hinein änderte sich alles, mit dem Motorrad ging es wieder aufwärts.
Das große jährliche, winterliche Motorradtreffen am Nürnburgring, das "Elefantentreffen", zog die Motorradgemeinde in seinen Bann und wahrscheinlich ging doch von diesem Treffen eine Neugeburt des Motorrades aus. Überall entstanden neue Motorradclubs und viele Treffen wurden organisiert.
Die Motorradfahrer rückten zusammen und es wehte ein frischer Wind. Das Motorrad wurde als Sportgerät entdeckt. Dazu kam noch, daß in Japan eine Vielzahl von Firmen technisch sehr interessante Motorräder entwickelten.
Auch ein Mann namens Ernst Leverkus, genannt "Klacks", spielte in dieser Zeit eine große Rolle und aktivierte Jung und Alt mit seinen Ideen.
Es war "Klacks" der viele mitriß. Seine journalistischen Beiträge in "Das Motorrad" waren beispielhaft und ihm konnte keiner das Wasser reichen.

In dieser Zeit wurde auch der Motorradclub "Schwäbischer Wald e.V." aus der Taufe gehoben.
Man traf sich regelmäßig alle 14 Tage im Gasthaus Schwäbischer Wald in Ittenberg bei Sulzbach/Murr.
Es wurden Bilder-und Suchfahrten durchgeführt und man nahm auch an verschiedenen Clubtreffen teil.

Schon bald wurden die ersten eigenen Treffen in Schmalenberg bei Ebni durchgeführt, und dies mit steigendem Erfolg. Die Mitgliederzahl stieg von Jahr zu Jahr. Das war auch kein Wunder, der Motorradboom wirkte sich immer mehr aus.
Wie in jedem Club gab es auch neue Ideen bei den Mitgliedern des MCSW.
So reifte langsam die Idee nach einer Begegnungsstätte, wo sich Mitglieder und auch motorradfahrende Freunde treffen konnten, wo man diskutieren, fröhlich feiern und auch die Möglichkeit zum Übernachten hatte.
Diese Idee wurde 1979 Wirklichkeit in Form eines gepachteten älteren Anwesens, ein Bauernhaus mit großer Scheune, in Reinsbronn bei Creglingen/Tauber, wie geschaffen für den Club.
Dieses Haus wurde in mehrjähriger Fleißarbeit zu einem Treffpunkt ausgebaut, das den Bedürfnissen der Motorradfreunde gerecht wurde.
Es wurde zu einem Treffpunkt für Jung und Alt, man verbrachte das Wochenende mit der ganzen Familie (es wird behauptet, daß sie dort auch vergrößert wurde!).
Durch das Motorradfahrer-Zelttreffen, das der MCSW jährlich ausrichtete, wurden neue Freundschaften geschlossen, Motorradfahrer aus dem Schwarzwald wurden Mitglieder im MCSW.
Eine Freundschaft, entstanden durch das "Sportgerät Motorrad".


Veranstaltungen wie Filmvorführungen durch "Klacks", das jährliche Schlachtfest und
Motorradfahrer-Zelttreffen wurden zu Höhepunkten im Vereinsleben.

Nach einigen Jahren voller Aktivitäten kam für die Clubmitglieder eine Zeit der Veränderungen.
Der Pachtvertrag für das Clubhaus wurde nicht verlängert, das Clublokal konnte nicht mehr genutzt werden und auch der Zeltplatz stand nicht mehr zur Verfügung.


Es begann die Suche nach einer neuen Bleibe.
Ein neues Clublokal in der Höhengaststätte Dauernberg auf einem Berg am schönen Lautertal im Schwäbisch/Löwensteiner Wald war bald gefunden. Von dem Besitzer des Lokals wurde ein wunderschöner Platz im Lautertal für das jährliche Treffen zur Verfügung gestellt.

Die Suche nach einem geeigneten Clubhaus gestaltete sich schon schwieriger.
Fündig wurde man schließlich 1985 in Martinsmoos, einem kleinen Ort im Schwarzwald, ca. 10 km von Calw entfernt. Ein altes Bauernhaus, kaum mehr bewohnbar, wurde erworben.
Mit tatkräftiger Hilfe der Mitglieder konnte das Haus von Grund auf renoviert werden, wobei unser Vorstand durch seinen Einsatz erheblichen Anteil am Gelingen hatte.


Auch dieses Haus wurde, wie schon zuvor das Clubhaus in Reinsbronn, zum Mittelpunkt der Aktivitäten des Vereines. Neue Mitglieder aus dem Schwarzwald trugen mit zum Vereinsleben bei, eine Idee, durch das Motorrad Bekanntschaften zu schließen, das Vereinsleben über die Grenzen hinaus zu pflegen, wurde wahr. Kennzeichnend für den MCSW ist, daß das Vereinsheim des Clubs, dessen Wurzeln im Schwäbischen Wald
liegen, sich im Schwarzwald befindet und heute annähernd die Hälfte der Mitglieder im Schwarzwald zu Hause sind.
Neben dem Vereinsleben im Clubhaus, den Fahrten zu Zelttreffen und Jahresclubausfahrten stellt das alljährliche vom Club veranstaltete Motorradfahrer-Zelttreffen wieder das wohl größte Ereignis im Vereinsjahr dar.

Das Treffen stellt der Club unter das Motto : Begegnungen, Freundschaften mit dem Motorrad durch das Motorrad.

Im Jahre 1995 konnte der Club sein 26-jähriges Treffen feiern.

Bei der Durchführung werden immer alle Hände gebraucht, man möchte den Gästen aus dem In-und Ausland die uns besuchen, ja auch etwas bieten. Für das leibliches Wohl sorgen Göckele oder Schweinebauch genauso wie vielerlei Salate und Kuchen, von den Frauen der Mitglieder selbst zubereitet.

Wenn abends am gemütlichen Lagerfeuer Benzingespräche geführt, Freundschaften gepflegt und neue Bekanntschaften geschlossen werden, kommt die Gewißheit auf, daß diese Art die Freizeit mit dem Motorrad zu verbringen, ein guter Weg ist.

Seit der Gründung sind nun schon viele Jahre ins Land gegangen und es sind die Kinder der Gründer, die heute aktiv am Vereinsleben teilnehmen. Die Urväter fahren trotzdem weiter und zeigen den Jungen wie es geht.

B.S.

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